über das Loslassen

ich kann deine Hand nicht mehr halten und plötzlich lasse ich los. Irgendwann wird es Zeit, sich von all dem alten Ballast zu befreien und einfach zu rennen. Ich renne, bis meine Lungen brennen und meine Beine nachgeben, bis es morgen wieder hell wird und die Nacht verschwindet. Ich renne, bis ich weit genug weg bin und bis alles ganz klein wird und bis ich vergesse, warum ich losgerannt bin.  

Man weiß erst, dass es hinter einem liegt, wenn man sich noch einmal umdreht, auf alles zurückblickt und dann geht. Und der Druck von den Schultern, er fällt nicht ab, sondern er rieselt leise wie Sand in einer Uhr. So sanft, dass man es erst gar nicht merkt und auf dann auf einmal sprühen Funken,  und du tanzt, weil du jetzt frei bist und du es weißt: Du hast losgelassen und es fühlt sich gut an. Dieses Gefühl, was du so lang vermisst hast und du gewöhnst dich ganz langsam daran nicht mehr gebückt  zu gehen wegen deiner Lasten sondern aufrecht durch das Leben zu tanzen, einfach, weil du es so willst und dich keiner daran hindern kann. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Tunichgut (Donnerstag, 18 August 2016 09:09)

    Wo zum Teufel bin ich gelandet?! Shift+Enter+Ctrl

  • #2

    hugotrinkmaleins (Dienstag, 11 Oktober 2016)

    Alter ich bin ach da gelandet, keine Ahnung wie ich da hergraten bin, aber schöne Fotos :)