Ich könnte wenn ich wöllte

Zu oft gebe ich auf, weil das Ziel mir unerreichbar scheint. Oder, weil ich keine Lust habe, mich noch mehr anzustrengen.. oder hoffe, dass sich die Sache von allein regelt. Die größte Lüge, die man sich dann erzählt ist: ich könnte viel besser als die Anderen sein, wenn ich mich anstrengen würde. Denn irgendjemand war wieder besser, hatte eine bessere Note, wurde mehr gelobt, hat mehr Geld verdient, ist erfolgreicher…

Das Problem ist der Konjunktiv. Ich werde nie herausfinden, zu was ich in der Lage bin, wenn ich nicht anfange, es einfach zu tun: Sachen anpacken, die zu lange liegen geblieben sind. Die Hausarbeit anfangen, die nächste Woche abgegeben werden muss. Freunde anrufen, die man zu lange nicht gesehen hat. Die Bewerbung abschicken für den Job, den man gern hätte. Endlich mal wieder trainieren. Wenn ich wöllte, wäre ich viel besser. Warum will ich dann nicht? Mal austesten, was ich wirklich kann, um zu sehen, wie gut ich sein kann, wenn ich nur will. Ausnahmsweise einfach anfangen und sehen, wohin der Weg führt. Happiness is a journey, not a destination. Alle Zweifel und Trägheit hinter sich lassen und einen neuen Schritt gehen. Es muss keine 180° Wende sein und kein Leben muss umgekrempelt werden, um etwas Neues zu wagen und sich reinzuhängen. Ein kleiner, unsicherer Schritt zu Beginn und irgendwann wird der Gang sicherer und du spürst den Wind auf der Haut, wenn du losrennst. Ich habe tierisch Lust, einfach anzufangen. 


ein wenig traurig bin ich, dass wir während unseres Trips nach Berlin nicht mehr Fotos gemacht haben, da das Wetter einfach wunderbar sommerlich war und vor allem der Garten am Schloss Charlottenburg war traumhaft schön! 

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